Führung Kalvarienberg 08.04.2026
Die Führung begann vor der Kalvarienkirche mit einem geschichtlichen Überblick über die Entwicklung des Kalvarienberges. So erfuhren wir, dass 1606 die ersten Kreuze noch von den Franziskanern errichtet. 1619 wurde der Felsen an die Jesuiten übergeben. In dieser Zeit wurde auch die „Via Dolorosa“ eine Frühform des Kreuzweges errichtet. Die 14 Kreuzwegstationen sind heute nicht mehr erhalten. Die Entfernung von Altstadt zum Kalvarienberg entspricht in etwa der Entfernung der Via Dolorosa in Jerusalem und der Kalvarienberg hat eine Ähnlichkeit mit Golgata.
Das Tor zur heiligen Stiege war leider geschlossen und damit nicht zu besichtigen. Das Gitter über der Türe ist die aktuellste Renovierungsarbeit und wurde mit Blattgold verziert. Über dem
Eingang ist die Ecco-Homo Bühne.
Am Prozessionsweg vom Dom zum Kalvarienberg wurden 7 Prozessionsbildstöcke errichtet. Sie sind Symbol für die „sieben Schmerzen Mariä“ und existieren noch.
Anschließend betraten wir die Kirche in der uns Herr Hager ausführlich die Bedeutung der Bilder und Statuen erklärte, so unter anderem warum in der Darstellung die Gewänder von Jesus und Judas die gleichen Farben haben.
In der Sakristei hat Herr Hager uns eine Monstranz mit Berührungsreliquie, ein Ostensorium, gezeigt. Nach weiteren Erklärungen führte uns der Weg an den Kapellen vorbei zur Kreuzigungsgruppe mit Erklärungen zur Bedeutung von einzelnen Kapellen.
Bei der Kreuzigungsgruppe erfuhren wir, dass der „goldene“ Jesus eigentlichen der auferstandene Jesus ist und nicht der gekreuzigte.
Nach dem Abstieg vom Kalvarienberg betraten wir die Mariatroster Kapelle deren ursprünglicher Name Dismaskapelle (nach dem reuigen Schächer) war. Wir wurde mit Glockengeläut empfangen. Danach folgten wiederum ausführliche Erklärungen zu Bildern und Figuren. So erfuhren wir, dass die Kopfbedeckung von Maria und Jesu keiner Krone sondern dem Herzoghut der Habsburger entspricht.
Den Abschluß bildete die Besichtigung des im zweiten Weltkrieges errichteten Luftschutzstollens. Im 314 m langen Kalvarienbergstollen hatten 3.000 Personen Platz. Er enthält eine Ausstellung zur Geschichte des Stollens.
Nach rd. 2 1/2 Stunden haben wir diese interessante Führung bei einem Getränk, eingeladen vom Verein, im Cafe Grossauer ausklingen lassen.






















